UNESCO Weltkulturerbe

 

2008hat die Schweiz die UNESCO-Konvention zum faktischen und rechtlichen Schutz des immateriellen Welterbes, die „Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ ratifiziert. Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich ein Mitgliedstaat (derzeit sind es 154 Staaten), zuerst seine nationalen Kulturerben zu definieren. Diese Liste der „lebendigen Traditionen“ der Schweiz wurde 2012 mit 167 Eintragungen erstellt.

Jeder der Mitgliedstaaten hat dann die Möglichkeit, pro Jahr eine Nomination zur Aufnahme auf diese Weltliste einzureichen. Am 20. Oktober 2014 beschloss der Bundesrat, der UNESCO acht Traditionen aus der nationalen Liste zur Eintragung auf die Weltliste zu beantragen, d.h. in den Jahren 2015 bis 2022. Nach der erfolgeichen Nomination der „Fêtes des Vignerons“ im Jahr 2015 ist nun der Antrag zur Aufnahme der Basler Fasnacht auf die „Representative List of the Intangible Cultural Heritage of Humanity” im März 2016 der UNESCO eingereicht worden.

Die UNESCO wird im Dezember 2017 in ihrer ordentlichen Versammlung in Seoul über die Aufnahme entscheiden. Mit Blick auf die 16 Fasnachts-Traditionen aus Belgien, Bolivien, Brasilien, Dominikanische Republik, Frankreich, Italien, Kolumbien, Kroatien, Österreich, Tschechien, Ungarn und Venezuela, die bereits auf der Liste stehen, dürfen wir zuversichtlich sein, dass die Basler Fasnacht diese Auszeichnung Ende 2017 als zweites Brauchtum der Schweiz, nach den „Fêtes des Vignerons“ ebenfalls erhält. Zweifellos wird dies dann die Aufmerksamkeit für unsere Ausstellung im Museum der Kulturen Basel auch markant erhöhen.

Der Fasnachts-Film, der für die Projekteingabe eingereicht wurde, ist einsehbar unter

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Die vollständige Eingabe der Schweiz an die UNESCO (file reference 1262) ist auf der Website der Weltorganisation in der Rubrik „under progress“ einsehbar:

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